abc.etüden (18)

Das sonntägliche Schreibprojekt mit den Wörtern: Meer, Mensch, Kind

Die Wortspende stammt von Jaecki Lindenau

abc.etüden/ Einschnitte

Wir jagen der Zeit hinterher, als könnten wir sie wie Schmetterlinge einfangen und  festhalten. Sie gleitet uns durch die Hände wie der feine helle Sand der Dünen.

Und doch gibt es Situationen, da möchten wir sie antreiben, anflehen, doch zu verstreichen. Sie lähmt uns, sie macht uns handlungsunfähig und blockiert unser Denken. Auch wenn der Kopf ein JA signalisiert, sagt der Bauch eindeutig NEIN und das zerreißt uns.

Gestern gab es eine solche Situation.

Mit sechs Wochen lag mein Hund als Welpe in meiner Handfläche. Gestern hielt ich ihn im Arm, bis das kleine Herz aufhörte zu schlagen. Ich kam mir vor wie ein Mensch, dem man ein Kind entreißt, das so gern noch gelebt hätte. Der Kreis hat sich geschlossen und ich schwimme in einem  Meer voller Traurigkeit.

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16 Kommentare

  1. Ach, liebe Gaby, ich ahnte es eben schon und nun lese ich es.
    Es war soweit. Sie ist nicht mehr bei Euch.
    Ich weine, obwohl ich sie nicht kannte, doch ich weiß, wie lieb sie Euch war. Das reicht.
    Ihr habt ihr das größte Leiden erspart. Auch das ist Liebe und dann ist da die Stille … , ach, Gabylein

    Wie hilflos ist man da, wenn man das Vergehende erlebt. Ich weiß

    Deine Bruni

    Gefällt 1 Person

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