Facetten des Sommers – Elfchen

 

Zerstörung
im Urlaubsparadies
Die Erde bebt
Nicht alle können entkommen
Naturgewalten

 

Hitze
keine Abkühlung
Feuer heizen an
Die Welt in Flammen
Inferno

 

Weiß
das Polareis
Schmelze setzt ein
Das Klima ändert sich
Heißzeit

 

Dünen
Sandberge wandern
Großes gelbes Meer
Wüste breitet sich aus
Überlebenskampf

© G. Bessen 8/18

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Facetten des Sommers – Haikus

 

Badespaß am See
Fröhlichkeit bei Jung und Alt
Sommerferien

Verbrannte Erde
Tieren geht die Nahrung aus
Dürre prägt das Land

Abenddämmerung
Satt getrunkene Natur
Regen, du Segen

Gereizte Stimmung
Die Hitze lässt nicht schlafen
Mensch und Tier leiden

© G. Bessen 8/18

Spät am Abend …

Spät am Abend …

Hitze hat das Land im Griff,
kein Lüftchen mag sich regen.

Ganz sacht spür’ ich des Windes Stille
zum leisen Zirpen einer Grille.

Der Himmel klar und wolkenlos,
ein Meer aus Sternenbildern.

Der Tag ist in den Schlaf gesunken,
hat noch die Nacht herbeigewunken
und schmiegt sich in des Dunkels Arm.

© G. Bessen 1.8.18

Foto: Peter Bast/pixelio.de

Regen, du Segen

Regen, du Segen

Schon fast vergessen,
wie er sich  anhört.

Schon fast vergessen,
wie er sich anfühlt.

Wasser ist Leben.
Regen, du Segen,
lässt die Natur aufatmen.

Vertrocknetes Laub sinkt nieder,
im Herbst des Lebens angekommen.

Vorboten
auf leisen Sohlen?

© Text und Foto: G. Bessen

 

abc-Etüde Textwoche 27/18

Schreibeinladung für die Textwoche 27.18

Die Wörter für die Textwoche 27.18, stammen von Werner Kastens (wkastens.wordpress.com), die Illustrationen von dem werten Herrn lz., vielen Dank Euch beiden!

Sprachpolizei
verroht
vergehen

 

Die Krux mit der Sprache

Der Zeitraum des Abiturs ist jedes Jahr ein Albtraum, nicht nur wegen der vielen Arbeit rund um die Prüfungen, nein, die Schülerinnen und Schüler sollen auf ehrliche und gerechte Art und Weise ihren Schulabschluss schaffen.

Das wiederum bedeutet eine optimale Vorbereitung je nach Neigung und Fähigkeit eines jeden Einzelnen, eine gute Auswahl der Themen, die dem jeweiligen Leistungsstand eines Schülers entsprechen und zu bewältigen sind, sofern das Zentralabitur mit den vorgegebenen Themen nicht all die gute Vorbereitung mit unüberwindbaren Hindernissen sprengt.

Ist auch diese Hürde übersprungen, können die Korrekturen einen an den Rand des Wahnsinns bringen, denn nach den vielen Rechtschreibreformen und Reförmchen blickt doch niemand mehr ohne Netz und doppelten Boden im Sinne der allerneuesten Rechtschreibprogramme und des aktuellsten Duden so richtig  durch.

Selbst gestandene Deutschkolleginnen und Kollegen, denen die Fähigkeit zur korrekten Rechtschreibung mit der Muttermilch eingegeben worden ist, haben ihre Mühe, immer eindeutig und sicher zu bewerten.

Die unterrichtenden Kollegen der Fremdsprachen können nicht nur ein Lied, sondern komplette Opern dazu singen, denn Rechtschreibreformen gibt es auch in anderen Sprachen und wehe, Frau oder Mann sind keine ‚native speaker’.

Sind wir Lehrer zur Sprachpolizei mutiert, deren Rotstift wie der Jagdhund hinter der Beute herjagt, um eine falsche Schreibweise gleich leuchtend zu markieren?

Warum diese deutsche Pedanterie und Erbsenzählerei, fragt sich so mancher, denn eine Rechtschreibreform bietet doch so manche Freiheit und sollte nicht immer zu eng gesehen werden?

In der Theorie ja, die Praxis im Sinne von Erstkorrektur und Gutachten zur jeweiligen Abiturklausur muss fehlerfrei sein und da ist schon der minimalste Interpunktionsfehler ein Vergehen.

Und wollen wir doch mal ehrlich sein, die verkürzte Sprachweise vieler Jugendlicher und Erwachsener, bedingt durch das digitale Zeitalter, bei der die Sätze Sinn entfremdend oft so verhunzt werden, dass unsere Sprache regelrecht verroht, haben den Genitiv schon tot bekommen.

Lassen wir doch alle anderen Fälle und Satzglieder leben, damit wir uns wenigstens auf sprachlicher Ebene fehlerfrei verständigen können.

© G.Bessen