abc-Etüde 45.46.18

Ein neuer Sonntag, eine neue Schreibeinladung von Christiane. Die neuen Wörter für die Textwochen 45 und 46 des Schreibjahres 2018 stiftete Bettina vom Wortgerinnsel. Sie lauten:

Knirps
grotesk
notieren

 

 

Nur nicht klein bleiben!

 „Du hast wohl nicht genug Senge gekriegt!“ – „He, bleibst du so, oder wächst du noch?“

Beleidigende Aussprüche dieser Art war Marius seit der Grundschulzeit gewöhnt und dass er von vielen nur der „Knirps“ genannt wurde, machte ihm schon lange nichts mehr aus.

Doch er hatte einen langen Weg hinter sich, die vielen Verletzungen, die auf seiner kleinen verwundbaren Seele hässliche Narben hinterlassen hatten, zu verschmerzen.

Als Kind fand er es grotesk, wenn er mit seinen Eltern unterwegs war, ja, er schämte sich sogar, denn sein Vater war extrem groß und seine Mutter war kleinwüchsig wie er.

Als der Vater mit einer anderen Frau eine neue Familie gründete, in der größenmäßig alles stimmte und den gängigen Vorstellungen entsprach, kamen Marius und seine Mutter auch gut alleine klar.

Seine körperliche Besonderheit versuchte Marius mit geistiger Intelligenz auszugleichen, mit Erfolg. Nach einem Abitur mit Bestnoten und der eigenen bitteren Erfahrung, beim Kauf von passender Kleidung für Kleinwüchsige doch sehr viele Unannehmlichkeiten inkauf nehmen zu müssen, stand sein Berufswunsch fest.

Er durchkreuzte die gängigen Maßstäbe der Modeindustrie, dass Menschen heutzutage groß, schön und schlank sein müssten, und begann mit Eifer und Freude, Modedesign zu studieren. Modemessen in ganz Europa waren seine Leidenschaft und er begann, sich alles, was in irgendeiner Form für ihn nützlich war, zu notieren und zu dokumentieren.

Mit der unermüdlichen Unterstützung seiner Mutter gelang es ihm nach einem erfolgreichen Studium, sich mit einem kleinen Geschäft in der Innenstadt von Kassel selbstständig zu machen. Er entwarf Kleidung für kleine Menschen, die er gemeinsam mit seiner Mutter nähte und in seinem eigenen Laden verkaufte. Nach wenigen Jahren zog Marius Geschäftsidee immer größere Kreise und sein Konzept war aufgegangen. Die Industrie begann in größerem Umfang Kleidung für Kleinwüchsige zu produzieren.

Der Knirps, wie er als Kind oft verächtlich genannt wurde, war ganz groß geworden.

300 Wörter

© G. Bessen

Advertisements

abc-Etüde 43.44.18(4)

Die Wörter für die Textwochen 43 und 44 des Schreibjahres 2018 von Bernd redskiesoverparadise setzen ja eine Flut von Etüden frei und die Geschichten stürmen die Charts …  Eingeladen hat, wie immer, Christiane.

Es geht immer noch um:

Pfründe
mondän
lassen

Jedem das Seine

Sein Leben ist ein Leben im puren Luxus, ja, man könnte sagen: Maßgeschneidert, fast schon mondän. Er kann alle Viere gerade sein lassen, ohne sich um irgendetwas kümmern zu müssen. Wer kann sich diesen Luxus leisten?Und wenn wir schon bei ‚leisten’ sind: Pfründe und alles, was damit in Zusammenhang steht, interessieren ihn nicht die Bohne.

Apropos Bohne: Im übertragenen Sinne hat er sie in den Ohren. Also bitte, nicht wirklich, nur sinnbildlich gesprochen! Manche Menschen haben ja auch offensichtlich Tomaten auf den Augen, aber nicht wirklich rote Bällchen, höchstens rote Bäckchen! Bohnen in den Ohren bedeutet: er hört fast nichts, was durchaus auch von Vorteil ist, denn einen eigenen Kopf hat er auch und den darin enthaltenen Verstand nutzt er intensiv, nur für sich. Man sieht es ihm förmlich an, wenn sich die Gehirnwindungen bewegen und die großen schwarzen Kulleraugen auf einem ruhen – fragend, auffordernd und voller Liebe.

Das ist durchaus sein positivster Charakterzug: Er sucht die Nähe, würde am liebsten den ganzen Tag kuscheln und sich selbst als lebendige Wärmflasche verschenken, ist absolut treu und dankbar – auf seine Weise.

Sein Luxusleben ist eine der Gerechtigkeit geschuldeten Belohnung auf das Leben davor, das er fünf Jahre lang führte, nicht ungeliebt von den Zweibeinern der Familie, aber gemobbt von einem vierbeinigen Geschlechtsgenossen, sodass die Flucht zu uns ein reines Überlebensexperiment war, fast ein gewagter Grenzübertritt.

So wie der römische Staatsmann Gaius Julius Caesar schon formulierte: „Veni, vidi, vici“ („ich kam, ich sah, ich siegte“), so dachte wohl auch Murphy, seit zwei Jahren unser geschätzter und geliebter Mitbewohner, dessen Vorzüge bereits im Zitat des verehrten Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow, genannt Loriot, keiner weiteren Erläuterung bedürfen:

„Ein Leben ohne Möpse ist möglich, aber sinnlos“.

Und so bestreitet unser Mops sein Leben, in Ruhe, fressend, schlafend und … na ja …!  (300 Wörter)

Heute denken wir an unsere Dackeldame Cara,
die wir heute vor 5 Jahren mit nur 7 Jahren
über die Regenbogenbrücke schicken mussten.

Text und Fotos: G. Bessen

abc- Etüde 43.44.18 (3)

 

Auf dem Weg (2)

Das Loch, in das Peter gefallen war, schien ihm sehr tief. Um ihn herum waren die Wände rabenschwarz und wenn er glaubte, irgendwo einen Haltepunkt gefunden zu haben, an dem er sich hochhangeln konnte, passierte es immer wieder, dass er abrutschte und von vorne beginnen musste.

Doch er war bereit, sich helfen zu lassen. Seitdem er Hape Kerkelings Buch „Ich bin dann mal weg“ gelesen hatte, war er ganz hin und weg von dessen Erfahrungen und bereitete sich auf eine andere Art des Verreisens vor, als er es bisher gewohnt war.

Peter hatte die Welt gesehen und war stets von einem mondänen Hotel ins nächste gezogen, hatte seine verlässlichen Pfründe – er hatte immer wieder Glück an der Börse gehabt – gut in die Welt gestreut, aber Erfüllung hatte er, wenn er ehrlich zu sich selbst war, nicht gefunden.

Sobald Bodo grünes Licht gegeben hatte, zog Peter mit Rucksack und derben Schuhen los. Er lebte schon so lange in Berlin, doch das Land Brandenburg war ihm fremd. Daher hatte ihn der Jakobsweg von Berlin über Wilsnack bis Tangermünde mit etwa zweihundert Kilometern gleich angesprochen, ihn, der religionslos und völlig ungeübt im Ausdauersport war.

Nach zwei Tagen, mit ersten Blasen an den Füßen, erreichte er das Storchendorf Linum und das große Rhinluch, das noch von den Leuten des „Alten Fritz“ entwässert wurde und gerade zu dieser Jahreszeit von Tausenden von Kranichen auf Nahrungssuche wimmelte, bevor sie in wärmere Gefilde ziehen können. Reiher, Fischadler, Graugänse, Biber Ottern und Rotwild hatten hier das Sagen, und der Mensch ließ sie gewähren.

Von dieser Erkenntnis blitzartig getroffen, wusste Peter, dass er auf einem neuen, einem richtigen Weg war, der seine Seele wieder gesunden lassen würde. Er kostete jede Minute an diesem überwältigenden Fleckchen Erde aus und saugte den Anblick dieses Fleckchens Erde auf wie ein ausgetrockneter Schwamm.

300 Wörter

© Text und Fotos (2017)G. Bessen

 

 

abc-Etüde 43.44.18 (2)

Der Weg
wächst im Gehen
unter deinen Füßen
wie durch ein Wunder.
(Reinhold Schneider)

Die Wörter für die Textwochen 43 und 44 des Schreibjahres 2018 stiftete Bernd von redskiesoverparadise. Eingeladen hat, wie immer, Christiane.

Sie lauten:

Pfründe
mondän
lassen.

Auf dem Weg (1)

Peter Reichard, 39 Jahre alt, attraktiv und leicht an den Schläfen ergraut, Geschäftsführer bei Mercedes-Benz-Berlin und genussreicher Lebemann, war von jetzt auf gleich aus dem Verkehr gezogen worden, knallhart und unerbittlich.

„Hör zu, mein Freund, ich schreibe dich bis zum Jahresende krank und du wirst dir helfen lassen. Reha, Therapie, ein paar bunte Pillen und dann bist du in ein paar Wochen wieder fit, vorausgesetzt, du machst das volle Programm mit.“

Peter hatte jegliche Diskussionsrunden mit seinem behandelnden Arzt und Freund Bodo verloren und sich seinem Schicksal gefügt. Nun saß er in seiner mondänen Altbauwohnung im Bezirk Charlottenburg, sah durch das Wohnzimmerfenster dem herab fallenden bunten Herbstlaub zu, das ihm scheinbar mit einer hämischen Grimasse zuwinkte und überlegte, wie er all seine Sachen auf seinem Sofa in den für seine Verhältnisse verhältnismäßig kleinen Rucksack bekommen sollte.

Peter war in der glücklichen Lage, absolut nicht auf den Pfennig schauen zu müssen, und seine Pfründe erlaubten ihm ein Leben jenseits aller Hungertücher. Bisher wussten auch nur seine engsten Freundinnen und Freunde, was eigentlich mit ihm los war.

Mit der Diagnose Burn-out ging schließlich niemand hausieren und die momentanen Befindlichkeitsstörungen, wie Peter seinen Zustand gern ein wenig herunterspielte, würde er mit einem von Bodo aufgestellten Programm sicher bald in den Griff bekommen.

Doch wenn Peter alleine war, überkamen ihn die Panikattacken und sein vegetatives Nervensystem rüttelte an allen inneren Grundfesten. Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, Herzrasen und Bluthochdruck sowie Depressionen machten ihm das Leben schwer.

Niemals hätte er im Traum daran gedacht, dass ihm so etwas passieren würde, ihm, der keine Party ausließ, dem Alkohol und Zigaretten ständige Begleiter waren, der Schlaf als reine Zeitverschwendung betrachtete und von gesunder Ernährung gar nichts hielt.

Er war es gewöhnt, das zu machen, was ihm Spaß machte, in jeglicher Hinsicht. Die Quittung hatte er nun bekommen – faustdick! …

298 Wörter

© G. Bessen

abc-Etüden 43.44.18

Die neuen Wörter für die Textwochen 43 und 44 des Schreibjahres 2018 stiftete Bernd von redskiesoverparadise.

Eingeladen hat, wie immer, Christiane.

Sie lauten:

Pfründe (Erklärung für alle Fälle: Wikipedia, Duden)
mondän
lassen.

Lebensträume

Schon als kleiner Junge hatte er davon geträumt, später mal auf einer prächtigen Burg zu wohnen und es sich gut gehen zu lassen. Besonders an den Abenden, an denen er hungrig im Bett lag und sein Vater das wenige verdiente Geld lieber ins Wirtshaus getragen und dort versoffen und anschließend die Mutter verprügelt hatte, wurde dieser Gedanke zu einer so beherrschenden Idee, die ihn mit vierzehn Jahren aus dem Haus und auf die Straße trieb.

Er schlug sich mit etwas Arbeit hier und dort durch, durchquerte dabei ganz Europa und wurde zu einem jungen und nicht unattraktiven Mann.

Die Frauen lagen ihm zu Füßen, reiche und arme, aus allen Bildungsschichten, ja, sie rissen sich förmlich um ihn, dem attraktiven Gesellen, der nichts wirklich gelernt hatte und immer von der Hand in den Mund gelebt hatte.

Die richtige Frau hatte er noch nicht getroffen, obgleich er an Frauenbekanntschaften nun wirklich keinen Mangel hatte und manchmal froh war, wenn er sein Haupt alleine auf irgendeine billige Herbergspritsche betten konnte.

Doch sie würde kommen, die Prinzessin aus dem reichen Adelsgeschlecht, die ihn für würdig erachtete, um ihre Hand anzuhalten.

Keinen Hunger mehr erleiden und sich keiner Armut mehr zu schämen – dieser Gedanke trieb ihn an, jeden Morgen aufzustehen und sich seinem legalen und oft auch illegalen Tagewerk hinzugeben.

Er hatte sich bestens auf seine Rolle vorbereitet, denn auch ein Taugenichts war lernfähig und konnte sich Bildung und Manieren aneignen. Wenn er erst einmal zu Höherem aufgestiegen war, denn dazu fühlte er sich berufen, in einem Schloss mit mondänem Glanz und von seinen Pfründen lebend, hätte er die Genugtuung und den Ausgleich für seine bittere und verpfuschte Kindheit.

Kinder würde er jedenfalls nicht in diese verrückte Welt setzen, in der sich jeder selbst der Nächste zu sein schien.

294 Wörter

© G. Bessen

 

abc-Etüden 41.42.18 (2)

Die Wörter für die Textwochen 41 und 42 der abc-Etüden im Jahr 2018 spendete Gerda Kazakou.

Sie lauten:

Genuss
skrupulös
schneiden.

 

Vorsorgemaßnahmen

Als Trude ihrer Familie erklärte, dass sie nach ihrem Ableben zur Körperspenderin würde und dafür selbst noch die Kosten für die Überführung, Einäscherung und Beisetzung übernähme, wurde es ganz still im Wohnzimmer.

Trude war immer schon sehr eigenwillig gewesen. Gerade hatte sie erfolgreich einen drohenden Darmverschluss per Operation überstanden und blickte mit Genuss auf ein bisher erfülltes vierundachtzigjähriges Leben zurück.

So manches Mitglied dieses österreichischen Familienclans hatte sich in der Vergangenheit ‚in den Finger schneiden’ müssen, denn Trude dachte laut, egal, wo sie war und welche Menschen um sie herum waren und Trude machte, was sie wollte, unbeeindruckt davon, was andere davon hielten.

Man konnte allerdings auch nicht behaupten, dass sie vorschnelle Entschlüsse fasste, im Gegenteil, sie plante skrupulös alles, was sich um ihr Leben drehte. Und nach ausführlicher Planung erfolgte die Umsetzung und das Reden darüber.

Bevor die Stille im Raum von den anderen Familienmitgliedern beendet würde, hob sie zu einem ausführlichen Vortrag an, wie sehr sie der Medizin und besonders den Studentinnen und Studenten in der Ausbildung in puncto Lehre und der Kenntnis anatomischer Grundkenntnisse zur Seite stehen könnte, neueste Operationstechniken an ihr erlernt werden könnten und sie würde nicht einmal Schmerzen verspüren. Der Witz kam natürlich nicht an, denn Sohn Walter erboste sich darüber, dass ein Geschenk an die Wissenschaft auch noch eigenfinanziert werden müsste und eine Beisetzung dessen, was mal übrig blieb und entsprechend präpariert würde, erst ein bis drei Jahre später erfolgen könne.

Trotz der abendfüllenden und hitzigen Diskussion war alles unter Dach und Fach, denn Trude hatte bereits vertraglich alles mit dem anatomischen Institut der Universitätsklinik München geregelt, unterschrieben und bezahlt.

Die einzige Unbekannte in diesem Drama um Leben und Tod war der Tag ihres Ablebens und in welcher Form das geschehen würde, denn nicht alle Todesarten garantierten einen attraktiven Leichnam für Forschungszwecke.

299 Wörter

© G. Bessen

abc-Etüden 41.42.18

Herbstzeit ist auch Etüdenzeit bei Christiane. Die Wörter für die Textwochen 41 und 42 im Jahr 2018 spendete Gerda Kazakou. Sie lauten:

Genuss
skrupulös
schneiden.

 Herbstzeit – Kürbiszeit

 

Mara klappte ihren Laptop entnervt zu. Der Versuch, den Reformationstag mit Halloween für die nächste Sonntagspredigt unter einen gescheiten Hut zu bekommen, gelang der jungen Pastorin im Storchendorf Linum in Brandenburg einfach nicht. Sie hatte gute Gedanken notiert, doch der Geistesblitz, diese in eine vernünftige Reihenfolge zu bringen und mit Logik und Freude zu verbinden, fehlte ihr – noch.

Maras Blick fiel durch das Fenster in den sonnendurchfluteten Garten und blieb zärtlich an Holger und den Zwillingen Leni und Elena hängen, die mit Eifer und einem Strahlen im Gesicht damit beschäftigt waren, Augen in einen ausgehöhlten Kürbis zu schneiden.

Sie erinnerte sich an ihre eigene Kindheit und an den süßsauer eingelegten Kürbis bei ihrer Großmutter. Schon der Gedanke daran schüttelte sie und trieb ihr den säuerlichen Geschmack auf die Zunge.

Erst als junge, frisch verheiratete Ehefrau wagte sie sich selbst an das orangefarbene Gemüse, servierte es mit einem abwartenden Blick ihrem Gatten, meist gekocht, gebraten oder gebacken. Beide empfanden den Kürbis mittlerweile als Delikatesse in vielfältiger
Form als höchsten Genuss.

Skrupulös sammelte Mara jedes Jahr neue Rezepte und kochte mit Begeisterung Kürbissuppen mit roten Linsen, Paprika und Lauchzwiebeln oder zauberte ein Kartoffel-Kürbis-Gratin.

Sie hatte zum Erntedanksonntag mehrere Bleche mit Kürbiskuchen gebacken und nach dem Gottesdienst verteilt. Etliche Gläser mit Apfel-Kürbis-Marmelade waren eingekocht und füllten die Regale im Keller, die sie gern bei Hausbesuchen als kleines Mitbringsel verschenkte. Und nun, da die Kinder im Kindergarten mit wachsender Begeisterung Kürbislaternen aushöhlten und Augen, Mund und Nase schnitzten, hatte das Halloween-Fest auch in der kleinen protestantischen Familie im kleinen Ort Linum Einzug gehalten.

Sie freute sich schon darauf, wenn die großen leuchtenden Kürbisköpfe den Treppenaufgang des kleinen Pfarrhauses schmückten und die Kinder aus der Nachbarschaft am Halloween-Abend furchtlos im einladenden Licht der orangefarbenen Gesellen ein Stück Pekan¬-Kürbis-Cake zu einer heißen Schokolade verzehren würden.

© Text und Fotos: G. Bessen,

300 Wörter