Mein Freund, der Baum …

Mein Freund, der Baum…

Ich habe ihn gesucht,
den Baum,
den ich zum
Freunde hab’ erwählt.

Stolz steht er aufrecht,
nackt und bloß,
er trotzt der Kälte
blätterlos.

Bald zieht sein
Frühlingskleid er an,
werd’ ihn besuchen,
dann und wann.

Erzähl’ ihm
meine Nöte, Sorgen
und weiß, sie sind
bei ihm geborgen.

Sei mir gegrüßt,
du treuer Freund,
der manche Stund’
mir hat versüßt!

© Text und Foto: G. Bessen

 

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Flieg, Vogel flieg…

Flieg, Vogel flieg

In meinen Tagträumen
hefte ich mich gern
an deine kräftigen Schwingen
und vertraue mich dir an.

In der Kühle der Nacht
bin ich unter dir geborgen.
Warm und behütet schützt du mich
vor den Schatten der Dunkelheit.

Das Ziel unserer Reise ist ein Ort
mit  Raum für jeden,
der noch an das Wunder
des Lebens glaubt.

© G. Bessen

antarktis-2-februar-2010-206

Ein Sommertraum

Ein Sommertraum

Der Sommer kam mit wenig Lust,
im Rucksack fast ein wenig Frust.
Er schlich sich in den kleinen Ort,
die Menschen schienen alle fort.

Schönfließ

Als er so durch die Straßen ging,
des Ortes Ruhe ihn umfing,
gefiel ihm, was er dort so sah
und sagte sich: „Ich bleibe da!“

Schönfließ Juli 2011 (5)

Der Kirchturm war sein Standquartier,
von hier aus sah er Mensch und Tier.
Auch satte Wiesen, Wald und Feld
umschloss sein buntes Sommerzelt.

Schönfließ 26.4.2011 (6)

Das Dorf erblühte, lebte auf,
Alltägliches nahm seinen Lauf.
Und als die Zeit des Abschieds kam,
der Sommer seinen Koffer nahm,

war er gefüllt mit Dankesbriefen
für seinen Weg in Richtung Süden.
So zog er mit den Störchen fort,
an einen unbestimmten Ort.

Schönfließ Juli 2011 (23)

Doch ein Versprechen ließ er da:
„Ich komm zurück im nächsten Jahr!“
Schon kam der Herbst auf leisen Sohlen
und half, die Ernte einzuholen.

Schönfließ Juli 2011 (26)

© Text und Fotos: G. Bessen 8/2016