Auf dem Weihnachtsweg: 11. Dezember

Wir wünschen uns das Paradies auf Erden
und doch sind wir weit davon entfernt.

Wenige sind reich,
viele sind arm.

Wenige sind satt,
viele hungern.

Wenige erleben Frieden,
viele leben im Krieg.

Licht und Schatten prägen unser Leben
und inwieweit sich Himmel und Erde
aneinander annähern, liegt auch in unserer Hand.

Geben wir uns mit dem zufrieden, was wir sind und was wir haben, oder streben wir nach Veränderung? Nur ein Aufbruch, ein Verlassen der eigenen Komfortzonen, kann bewirken, dass sich die Lebenschancen für alle verändern und Friede und Gerechtigkeit einen breiteren Raum einnehmen.

© Text: G. Bessen, Fotos: pixabay

Seitdem ich lebe, schien mir der Frieden
auf unserer Welt
noch nie so brüchig wie heute.

Ostermorgen

Ostermorgen

Unwirsch fegte der Wind durch die zarten grünen Blätter, die sich bei diesem plötzlich  auftretenden kühlen Genossen am liebsten wieder zurückgezogen hätten. Damit hatten sie nicht gerechnet und blickten verzweifelt und schutzlos zum Himmel. Dunkle, graue Wolken bedeckten den Himmel.  Die Sonne hielt  sich noch versteckt und Mutter Erde war trostlos  und still. Die Vögel waren verstummt und es schien, als hätte sich eine unheimliche Ruhe  über das Land gelegt.

Nur zögerlich erwachte der Tag und mit ihm tauchten erste schüchterne Sonnenstrahlen die Erde zaghafte in ein freundliches Licht. In dieser Nacht war etwas geschehen, ein Stein war ins Rollen gekommen. Vorsichtig  reckten sich die verschlafenen Blätter und die bunten Frühlingsblüher der Sonne entgegen und hielten das zarte  Blütengesicht in ihre wärmenden Strahlen. Sie fühlten sich sicher und geborgen. Der Ostermorgen war angebrochen.

© Text und Foto: G. Bessen