Mit Elfchen durch das Jahr (10-12)

OKTOBER
FARBIGES LAUB
DIE WEINLESE BEGINNT
ZEIT DER GUTEN TROPFEN
ERNTE

NOVEMBER
BLÄTTER FALLEN
MONAT DER GEDENKTAGE
DIE NATUR WIRD RUHIG
BESINNLICHKEIT

DEZEMBER
ADVENTLICHE FREUDE
ZEIT DER BESINNUNG
DAS LICHT WIRD GEBOREN
WEIHNACHTEN

© Text und Fotos: G. Bessen

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Limerick – Pilzzeit

Limerick – Pilzzeit

EIN PILZ STAND ALLEINE IM WALD.
ER FROR, DENN DIE NACHT WAR SCHON KALT.
ER SORGTE SICH SEHR
UND SCHAUTE UMHER,
NICHTS GAB IHM DEN WÄRMENDEN HALT.

©Text und Fotos: G. Bessen

 

Es wollte ein Chefkoch aus Bühren
die Freundin mit Pilzen verführen.
Erst ass sie sich satt,
dann lag sie so matt,
er konnte den Puls nicht mehr spüren.

Brigitte Fuchs

Septemberende…

Buntes Herbstlaub
verdient einen
Herbstblätternaturschutz.
Wie angenehm bunt
sähe unser Winter aus.

 

Blätter
schweben durch
die Nebelfeuchte,
mühelos,
fast tänzelnd,
und vereinigen sich
im Teppich der Vergänglichkeit.

Nachdem ich den
Abschiedsschmerz
vom Sommer
verarbeitet habe,
freue ich mich
auf einen
goldenen
Oktober.

© Texte und Fotos: G. Bessen

 

BUNTE ELFCHEN FÜR DEN HERBST

FARBENFROH
DAS LAUB
DIE SONNENSTRAHLEN WÄRMEN
WIND SINGT EIN LIED
HERBST

WEIT
DER HORIZONT
WELLEN ROLLEN HERAN
UNBERECHENBAR IST IHRE KRAFT
MEER

BLAU
STRAHLENDES LICHT
EIN LUFTSCHLOSS BAUEN
TRÄUME IN MEINEM TAG
URLAUB

ORANGE
DIE BLÜTE
EINEM LAMPION GLEICH
DEKORATION FÜR DEN HERBST
HERBSTFRÜCHTE

© Texte und Fotos: G. Bessen 9/17

Xanthippe

Xanthippe

Xanthippe soll ja das zänkische Weib
des griechischen Philosophen
Sokrates gewesen sein…

Sie stand bereit,
bis früh um vier,
versteckt hinter
der Wohnungstür.

Das Nudelholz
in ihrer Hand,
den Blick aufs Türschloss,
wie gebannt.

Da kam er,
schloss ganz leise auf,
trat ein und riss
die Augen auf.

Sie holte aus,
schlug einmal zu,
traf seinen Kopf
und hatte Ruh.

Er stürzte
und fiel sofort hin,
sofort schwand ihm
jeglicher Sinn.

Bewegungslos,
nichts regte sich.
Sie trat heran
und bückte sich.

Er war ins Jenseits
vorgegangen,
sie muss nun
nicht mehr ständig bangen,

des Nachts an ihrer
Türe stehen,
in seine trunkenen
Augen sehen.

Doch jede Nacht
ruft er mit Klagen,
will sich in ihre
Träume wagen.

© Text und Foto: G. Bessen