Rund um den Jahresbeginn … Limericks

Es gab eine Silvesterfete,
die kostete mächtig viel Knete.
Jeder wurde satt,
mit Alkohol platt.
Niemand mag mehr Sekt und Pastete.

***

Es kam Tante Lisbeth vom Inn,
ihr Leben schien ganz ohne Sinn.
So weh tat das Herz,
vor Kummer und Schmerz.
Sie ertränkte ihr Leid mit Gin.

***

Ein Glücksschwein aus Nordrhein-Westfalen,
das konnte gut Aktbilder malen.
Bot sie zum Verkauf,
bekam Geld zuhauf,
und konnte die Miete bezahlen!

***

Der Ludwig aus dem schönen Meißen
trank sehr gerne Wein, doch nur weißen.
Er stand an der Bar,
da wurde ihm klar,
er wollte Ludwiga bald heißen.

***

Drei Könige ziehen durchs Land,
der Regen durchnässt ihr Gewand.
Kein Brot, keine Wurst,
sie haben nur Durst.
Sie heben flehentlich die Hand.

© G. Bessen

Neujahrssinfonie

Beschwingte Töne
auf der Neujahrleiter,
berührend und verschmelzend
zu Akkorden.

Harmonisch ihre Klangfarbe,
befreit vom Moll der Tristesse,
im Allegro kaum zu bändigen
als Komposition
eines aufbrechenden Jahres.

Ein erster Satz
zur Jahressinfonie.
♪♪♫♫♪♫♪

© G. Bessen

Willkommen

Willkommen

Ein Blick
ein Schritt

ehrlich
warmherzig
freundlich

ein Händedruck
ein Wort

verständnisvoll
wohlwollend
interessiert

Zuneigung
Hinwendung
Mit-Menschlichkeit

Ich habe euch
ein Beispiel
gegeben

von Mensch
zu Mensch

Thorsten Seipel, In: Pfarrbriefservice.de

Foto: G. Bessen

Ein gesegnetes
und friedvolles Weihnachtsfest
euch allen!
Habt schöne Stunden
und lasst es euch gut gehen!

 

Arrangements

Arrangements

Herbst und Winter
arrangieren sich friedlich.
So hat es die Natur
eingerichtet.

Wenn Politiker
sich arrangieren,
weil die Sehnsucht nach Macht sie drängt,
sie dabei aber von ihren eigentlichen Positionen
mehr als deutlich abrücken, kann das gut gehen?

Ich habe meine Zweifel.

©Text und Foto: G. Bessen

ZUSAMMENKOMMEN

Zusammenkommen

Ein weiter Weg zwischen dir und mir,
eine lange Zeit von damals bis heute,
es scheint so schwer zu dir,
zurück zu all den Leuten.

Breche auf und gehe zurück,
zueinander finden,
Stück für Stück.

Ganz zum Schluss ist eines klar:
wir alle sind gekommen,
denn wir wollen zusammenkommen

Linus Hartmann, In: Pfarrbriefservice.de

ENTKOMMEN

Entkommen

Aufbrechen,
ausbrechen
aus Pflichten und Aufgaben,
den wirklichen und
den vermeintlichen.
Auf die Insel gehen,
getrennt werden vom Alltag.
Alleinsein dürfen und können,
loslassen
und sich selber finden,
frei von Regeln und Routine.
Sich ausstrecken nach dem Himmel
außen und innen,
sich erproben im Meer,
trägt es,
zieht es hinab in die Tiefe.
Wind und Wolken spüren,
einfach da sein
und Gott neben sich wissen.

Irmela Mies-Suermann, In: Pfarrbriefservice.de

Foto: G. Bessen