Zivilcourage A. D. 33

Damals vor fast 2000 Jahren
saß eine am Wegrand
sah den Gefesselten
wusste um seine Unschuld
stand auf und stellte sich
an seine Seite.

Sie wischte seinen Schweiß fort.

Das ist ewig her
doch man erzählt davon noch heute.
Nur Besonderheiten leben so lange.

Es scheint
Gemeinschaft mit unrecht Leidenden
erfordert zu viel Mut
um Tagesordnung zu sein.

Es braucht nicht nur große Helden
mit spektakulären Befreiungstaten –
winzige Gesten der Solidarität reichen
die Flamme der Hoffnung zu nähren.

Wir könnten sie tun.

© Maria Sassin

4 Kommentare

  1. Zivilcourage, wie wichtig ist sie und wie selten sehen wir sie.
    Manchmal ist es einfach, Zivilcourage zu zeigen, weil ein Anblick unerträglich ist und man nicnt tatenlos zusehen kann.
    Zu anderen Zeiten braucht es allzuviel Mut und der Augenblick verstreicht… Doch er verfolgt uns und läßt uns nicht los…

    Es war ihr eigenes Kind und da gibt es keine Mutter, die tatenlos zusieht.

    Liebe Grüße von Bruni an Dich, liebe Anna-Lena

    Gefällt 1 Person

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