abc-Etüde 43.44.18(4)

Die Wörter für die Textwochen 43 und 44 des Schreibjahres 2018 von Bernd redskiesoverparadise setzen ja eine Flut von Etüden frei und die Geschichten stürmen die Charts …  Eingeladen hat, wie immer, Christiane.

Es geht immer noch um:

Pfründe
mondän
lassen

Jedem das Seine

Sein Leben ist ein Leben im puren Luxus, ja, man könnte sagen: Maßgeschneidert, fast schon mondän. Er kann alle Viere gerade sein lassen, ohne sich um irgendetwas kümmern zu müssen. Wer kann sich diesen Luxus leisten?Und wenn wir schon bei ‚leisten’ sind: Pfründe und alles, was damit in Zusammenhang steht, interessieren ihn nicht die Bohne.

Apropos Bohne: Im übertragenen Sinne hat er sie in den Ohren. Also bitte, nicht wirklich, nur sinnbildlich gesprochen! Manche Menschen haben ja auch offensichtlich Tomaten auf den Augen, aber nicht wirklich rote Bällchen, höchstens rote Bäckchen! Bohnen in den Ohren bedeutet: er hört fast nichts, was durchaus auch von Vorteil ist, denn einen eigenen Kopf hat er auch und den darin enthaltenen Verstand nutzt er intensiv, nur für sich. Man sieht es ihm förmlich an, wenn sich die Gehirnwindungen bewegen und die großen schwarzen Kulleraugen auf einem ruhen – fragend, auffordernd und voller Liebe.

Das ist durchaus sein positivster Charakterzug: Er sucht die Nähe, würde am liebsten den ganzen Tag kuscheln und sich selbst als lebendige Wärmflasche verschenken, ist absolut treu und dankbar – auf seine Weise.

Sein Luxusleben ist eine der Gerechtigkeit geschuldeten Belohnung auf das Leben davor, das er fünf Jahre lang führte, nicht ungeliebt von den Zweibeinern der Familie, aber gemobbt von einem vierbeinigen Geschlechtsgenossen, sodass die Flucht zu uns ein reines Überlebensexperiment war, fast ein gewagter Grenzübertritt.

So wie der römische Staatsmann Gaius Julius Caesar schon formulierte: „Veni, vidi, vici“ („ich kam, ich sah, ich siegte“), so dachte wohl auch Murphy, seit zwei Jahren unser geschätzter und geliebter Mitbewohner, dessen Vorzüge bereits im Zitat des verehrten Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow, genannt Loriot, keiner weiteren Erläuterung bedürfen:

„Ein Leben ohne Möpse ist möglich, aber sinnlos“.

Und so bestreitet unser Mops sein Leben, in Ruhe, fressend, schlafend und … na ja …!  (300 Wörter)

Heute denken wir an unsere Dackeldame Cara,
die wir heute vor 5 Jahren mit nur 7 Jahren
über die Regenbogenbrücke schicken mussten.

Text und Fotos: G. Bessen

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18 Kommentare

  1. Ist das eigentlich eine Premiere, eine Mops-Etüde?
    So kommt man zu Mitbewohnern. Auf jeden Fall prima, dass ihr ihm damals ein neues Zuhause angeboten habt, als er es so dringend brauchte! Was haben eigentlich seine vorherigen Zweibeiner dazu gesagt, war es einfach, die davon zu überzeugen, dass er woanders glücklicher sein würde?
    Und ja, wir sollten nicht nur der Menschen gedenken, die auf der anderen Seite sind.
    Liebe Grüße in deinen Abend
    Christiane

    Gefällt 4 Personen

    • Ja, eine wahre Premiere als Mops-Etüde 😆 !
      Eigentlich hat mich Cara wegen ihres heutigen Todestages von der Regenbogenbrücke aus inspiriert, wo sie nun mit ihrer Halbschwester Marci herumtollt. Marci hatte sich den Mops ja angelacht und ihn inspiriert, zu uns zu kommen.
      Die vorherigen Zweibeiner fanden, Marci und Murphy passen zusammen und wussten, dass er es bei uns gut hat. Und seit auch Marci nicht mehr lebt, ist er der kleine Kronprinz.

      Seine Exfamilie lebt mit zwei und vier Beinen in unserer Straße, aber er macht keinerlei Anstalten, weg zu wollen, im Gegenteil …

      Herzliche Grüße und eine gute Nacht für dich und deine Fellnase 😉 .

      Gefällt 2 Personen

  2. Pingback: Schreibeinladung für die Textwochen 45.46.18 | Wortspende von Wortgerinnsel | Irgendwas ist immer

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