Auf dem Weihnachtsweg: 12. Dezember

Glaube und Zweifel

So wie der Körper und die Seele die zwei Seiten einer Medaille bilden, so gehören auch der Glaube und der Zweifel wie Bruder und Schwester zusammen.

Jeder Mensch glaubt irgendwann in seinem Leben in irgendetwas oder irgendwen, wie auch immer er das bezeichnet, woran er glaubt. Für viele ist es die Natur, die Liebe oder die Schöpfung schlechthin, für andere der eigene Sportverein, ein sehr prägender Mensch, ein Idol oder auch Gott.

Im Laufe unserer eigenen Lebensgeschichte kann sich unser Glauben auch verändern, so wie wir den Kinderschuhen entwachsen und die jeweils größere Nummer brauchen. Glaube ist nichts Statisches, Unveränderliches, sondern etwas, woran der Zweifel gern mal nagt. Und so kann unser Grundpfeiler durchaus ins Wanken geraten, wie ein Haus, das die Wellen eines Erdbebens zu spüren bekommt.

Gott schickt uns keine sichtbaren und greifbaren Beweise, dass er existiert, aber auch nicht, dass er nicht existiert. Und so bleibt es spannend, zu glauben, ohne zu wissen und bei  allen Glaubensfragen zeigen Zweifel, dass wir immer noch auf einem lebendigen Weg und damit auch glaubwürdig sind.

© Text und Foto: G. Bessen

 

Eine halbe Stunde Meditation
ist absolut notwendig –
außer wenn man
sehr beschäftigt ist.
Dann braucht man
eine ganze Stunde.

Franz von Sales (1567 – 1622)
Ordensgründer, Mystiker und Kirchenlehrer

           

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