Ostermorgen

Ostermorgen

Unwirsch fegte der Wind durch die zarten grünen Blätter, die sich bei diesem plötzlich  auftretenden kühlen Genossen am liebsten wieder zurückgezogen hätten. Damit hatten sie nicht gerechnet und blickten verzweifelt und schutzlos zum Himmel. Dunkle, graue Wolken bedeckten den Himmel.  Die Sonne hielt  sich noch versteckt und Mutter Erde war trostlos  und still. Die Vögel waren verstummt und es schien, als hätte sich eine unheimliche Ruhe  über das Land gelegt.

Nur zögerlich erwachte der Tag und mit ihm tauchten erste schüchterne Sonnenstrahlen die Erde zaghafte in ein freundliches Licht. In dieser Nacht war etwas geschehen, ein Stein war ins Rollen gekommen. Vorsichtig  reckten sich die verschlafenen Blätter und die bunten Frühlingsblüher der Sonne entgegen und hielten das zarte  Blütengesicht in ihre wärmenden Strahlen. Sie fühlten sich sicher und geborgen.

 Der Ostermorgen war angebrochen.

© Text und Foto: G. Bessen

Ostermorgen

Die Lerche stieg am Ostermorgen
empor ins klarste Luftgebiet
und schmettert‘ hoch im Blau verborgen
ein freudig Auferstehungslied.

Und wie sie schmetterte, da klangen
es tausend Stimmen nach im Feld:
Wach auf, das Alte ist vergangen,
wach auf, du froh verjüngte Welt!

Emanuel Geibel
(1815 – 1884)

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13 Kommentare

  1. Liebe Anna-Lena!

    Ein frohes Osterfest wünscht Helga

    Ostermorgen

    Die Lerche stieg am Ostermorgen
    empor ins klarste Luftgebiet
    und schmettert‘ hoch im Blau verborgen
    ein freudig Auferstehungslied.

    Und wie sie schmetterte, da klangen
    es tausend Stimmen nach im Feld:
    Wach auf, das Alte ist vergangen,
    wach auf, du froh verjüngte Welt!

    Emanuel Geibel
    (1815 – 1884)

    Gefällt 1 Person

  2. Liebevoll und einfühlsam klingen Deine Worte, liebe Anna-Lena.

    Ostersonntag war durchwachsen, aber wir konnten draußen nach den österlichen Verstecken suchen *lächel*.
    Gestern wurde es gegen Abend so schön, daß ein Waldspaziergang unbedingt sein mußte und wie schön war er dann in der Abendsonne, die wirklich vom Erwachen sprach

    Sehr herzliche Grüße von Bruni an Dich

    Gefällt 1 Person

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