abc:etüden (3)

abc-edit-1

Textstaub hat ein neues Projekt vorgestellt.

  • Texte zur Liebe
  • maximal 10 Sätze
  • jeden Sonntag gibt er drei Wörter vor, die im Text vorkommen sollen (siehe unten)
  • aktuell: Hand, Wind,Gold

abc.etüden/Erinnerung

Sie hielt sich die rechte Hand über die Augen und folgte dem Sonnenball, wie er auf seiner winterlichen Umlaufbahn kaum merklich tiefer und tiefer sank.

Ein leichter Wind wehte durch ihre kupferfarbenen Locken, die im Schein der untergehenden Sonne wie ein kleiner Teppich, geflochten aus Gold, leuchteten.

Wie oft hatte sie mit ihrem Mann an dieser Stelle gestanden, immer wieder neu fasziniert vom vielfältigen Schauspiel der Natur.

Tränen stiegen ihr in die Augen, füllten sie bis zum Rand und rannen in kleinen glitzernden Rinnsalen über ihre Wangen.

Sie weinte einer großen Liebe nach, die der Tod viel zu früh brutal zerrissen hatte.

winterliches-018

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23 Kommentare

  1. Liebe Anna Lena, ich hatte das Thema dieses Projektes gelesen und es hat mich sofort angesprochen. Bewusst las ich zunächst nicht,was du geschrieben hast und verfasst meine Geschichte dazu. Nun bin ich erstaunt, das auch du das Thema Tod gewählt hast. Ich werde meine Geschichte auf Herzensauge veröffentlichen und auf deinen Beitrag verlinken. Ganz herzliche Sonntagsgrüße.

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  2. Pingback: Was bleibt ist die Liebe - Herzensauge

  3. Das Kinn auf die zarte Hand gestützt,
    der Blick verlor sich in der Ferne – am Horizont,
    kaum merkbar strich der Wind ihr durch das Haar,
    ihr Herz war auf der Suche, schwelgte in Erinnerungen,
    an eine wunderschöne Zeit, die schon vergangen,
    jedoch im Herzen mehr als Gold von Wert ihr war …
    Na ja, Goethe fing auch klein an, sagt man …
    YDu 😉

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  4. Hand, Wind, Gold,ihr seid mir hold,
    wobei die Hand das Gold berührt
    und der Wind alles entführt!
    Was noch bleibt, das ist das Herz,
    bitte nicht lachen, das ist kein Scherz,
    ach ja, da wäre auch noch das Reimen,
    das unsere Worte kann „verleimen“,
    wenn Gedanken sich am Händchen fassen,
    so lässt das oft Gold verblassen,
    weht dann der Wind all das ins Land,
    führt das Herz bald den Verstand,
    lässt Liebe wachsen bis an den Horizont,
    dort wo der Regenbogen wohnt …

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