Lebensabschnitte (12) Vom ICH zum WIR (1)

Vom ICH zum WIR (1)

Denkt Ihr oft an Eure eigene Schulzeit zurück?

Steckt man mittendrin, hofft man, dass man der Schule bald entwachsen ist und später sehnt man sich oft nach ihr zurück, nach den Ferien und auch nach denen, mit denen man einen Teil des Lebensweges gegangen ist.

Habt Ihr noch Kontakt zu ehemaligen MitschülerInnen?

Eine Klassengemeinschaft zeichnet sich durch eine gute Zusammenarbeit, gegenseitiges Vertrauen und eine offene Kommunikation aus. Respekt und Akzeptanz sind die Grundlagen dafür. In einer Klassengemeinschaft schaffen Werte wie Hilfsbereitschaft, Teamfähigkeit, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Gewaltlosigkeit die Basis, als Klasse zusammen zu wachsen. An diesem Prozess muss jeder mitarbeiten.

Aber es ist auch normal, dass man nicht jeden gleich gern mag. In pubertären Zeiten wechseln die Freundschaften wie die Unterhosen, der Zickenalarm wird zur Dauerbelastung und oft kommen Entwicklungen dazu, die eine Klassengemeinschaft auf eine harte Probe stellen. Statt einer Klassengemeinschaft haben wir es mit einem wahllos zusammen gewürfelten Haufen zu tun, der zufällig in ein- und demselben Jahrgang ist und mit der Wechselhaftigkeit des Aprilwetters um die Wette eifert.

Das heutige Kurssystem hat zwar den Vorteil, dass Schüler eher nach ihren Fähigkeiten gefördert werden können, für das Zusammenwachsen einer Klasse ist es jedoch eher hinderlich.
Wenn sich am Ende der gemeinsamen Schulzeit Freundschaften gebildet haben, die weitere Lebensstürme unbeschadet überstehen, hat sich die gemeinsame Arbeit gelohnt.
Bei stayfriends kann man nach früheren Mitschülern suchen. Ich war da angemeldet und es haben sich auch einige gemeldet, doch deren Namen waren für mich reine Nebelschwaden und ich habe mich dort wieder abgemeldet.
Zehn Jahre nach unserem Abitur gab es ein Treffen mit meiner Berliner Abiturklasse, es war so nichtssagend, dass ich die Zeit dieses Abends sogar als vertane Zeit bereut habe.

Wie war das bei Euch?

Freundschaft

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26 Kommentare

  1. ich bin mit der Versetzung zur O II (Obersekunda) abgegangen.
    Insofern habe ich nur noch eine Freundin aus den Zeiten.
    Sie war im letzten Jahr sogar bei uns.
    Aber ich komme auch so zurecht.
    Unsere Tochter war auch einmal bei einem Klassentreffen, so 5 Jahre nach dem Abitur, aber für sie war das auch nichts.

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  2. Ich denke noch oft an meine Schulzeit zurück, gerne, denn es war einfach eine schöne Zeit. Kurz nachdem ich Abi gemacht hatte, wurde die Schule aufgelöst. Ich finde meine Mitschüler später einfach nicht wieder. Mit dem von dir beschriebenen. Portal ging es mir wie dir. Es brachte mich nicht weiter und ich meldete mich ab. Nach so vielen Jahren möchte ich nun auch kein Treffen mehr, wenn ich ehrlich sein soll.
    Bei meinen Kindern ist es anders. Obwohl der Klassenverband irgendwann auseinanergerissen wurde, hielten sich Freundschaften, über viele Jahre nun schon. Sie besuchen und treffen sich, obwohl alle nicht mehr in einer Stadt wohnen, nicht mal mehr in einem Land.
    Liebe Grüße von der Gudrun

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  3. Du sagst es „Nebelschwaden“, Erstaunlich, dass ich meine Kindheit eigentlich gut im Kopf habe aber ab der Hauptschule ist fast alles weg, außer die Violinschule, da gibt es wieder mehr Erinnerung. Ob es an der Kriegs- und Nachkriegszeit liegt? Ein einziger Name eines Lehrers ist mir im Gedächtnis geblieben.
    lg
    karl

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  4. Ich habe an diese Jahre in der Klosterschule so gut wie gar keine guten Erinnerungen – leider, leider. Und auch seit langem schon zu niemandem aus meiner damaligen Klasse mehr Kontakt. Aber vielleicht werde ich mal bei Stayfriends herum stöbern, ob sich jemanden aus der damaligen Zeit finden lässt. 😉
    Liebe Grüße!

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  5. Ein einziges Klassentreffen gab es für mich. Das reichte mir.
    Die, die ich damals mochte, waren nicht da und die, die da waren, bedeuteten mir nichts.
    Aus der Handelsschule gab es nie ein Treffen und ich habe es auch nie vermisst.
    An meine Lehrer habe ich zum großen Teil gute und schöne Erinnerungen, kleine Geschichten über eine Französichlehrerin, die uns viel beibrachte, aber wenig Französisch *lach*.
    Eine Mathelehrerin, sehr korpulent von der Gestalt, die mochte mich nicht, weil ich bei ihr nichts verstand. Sie konnte nicht begreifen, daß ich in Deutsch so gut sein sollte, wie man ihr im Kollegium erzählte, weil ich doch in Mathe eine so grenzenlose Niete sei u. das weidete sie vor der ganzen Klasse aus.
    Das Komische war nur, daß ich die Arbeiten nie in den Sand setzte u.nur im mündlichen Unterricht versagte…

    Nein, kein Klassentreffen mehr, ich vermisse keines. Ich habe nach der Schulzeit so viele interesssante Menschen kennengelernt, da brauche ich die Mitschüler von damals nicht.

    Ich glaube, ich würde mich viel lieber mit einigen der Lehrer treffen *lach*

    Liebe Grüße von Bruni

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    • Liebe Bruni,
      ich war in Mathe auch keine Leuchte und in Deutsch viel besser, na und? Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun. Vielleicht hatte dein Mathelehrer nur ein Problem mit seiner eigenen Logik.
      Was du in Französisch erlebt hast, hatte ich in Latein, unser Lehrer schweifte auch gern ab, weiter als zu den Gallischen Kriegen…

      Na, ob du ein Treffen mit deinen Lehrern organisieren kannst, bezweifele ich, zumindest für dieses Leben 😆 .

      Liebe Grüße zu dir,
      Anna-Lena

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  6. Wir haben heute immer noch Kontakt und alle 2 Jahre machen wir ein Klassentreffen. Das erste fand zur Goldkommion statt. Bei einigen mußte man schon überlegen, wer er war. Andere erkannte man sofort. Wir waren damals noch Mädchen und Jungen getrennt. Auch der Schulhof war in Mädchenseite und Jungenseite getrennt. In den Pausen ging eine Aufsicht zwischen den Seiten hin und her. Wehe es ging mal einer zu den Mädchen, dann gab es was mit dem Rohrstock. Heute führen wir die Klassentreffen natürlich gemeinsam durch.
    Ich wünsche dir noch einen schönen Abend. L.G.

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  7. Wir hatten und haben eine richtig gute andauernde Klassengemeinschaft. Wie du es schon bemerkst, die einen mag man lieber, die anderen weniger. Trotzdem versuche ich mit allen gut aus zukommen. Selber hat man schließlich auch Macken und mit denen müssen dann die anderen zurecht kommen.

    Erst letzte Woche Freitag hatten wir wieder nachmittags ein Treffen in einem Kaffeehaus. Das muss auch mal sein, da wird gelacht und erzählt. Eine kam eben aus Südafrika zurück und hat uns ihre Eindrücke vermittelt.

    Es sind allerdings nur die Externen, die sich öfter treffen. Die Internen haben oft selbst bei runden Klassentreffen eine perfekte Entschuldigung. Kann ich gut verstehen – wer will sich schon mit dem Landvolk treffen – aus der High Society. Und das ist jetzt kein Vorurteil, sondern jahrelange Erfahrung.

    Liebe Grüße, Brigitte

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    • Wenn sich überhaupt noch welche aus einer Klasse finden und treffen, finde ich das sehr schön. Vier aus meiner Internatsklasse sind weg vom Fenster, wobei eine keinen Kontakt mehr möchte.
      Dass der Unterschied bei euch bei den In- und Externen so gravierend ist, hätte ich nicht gedacht.
      Aber du bist ja auch bodenständig und hast sicher mit „deinen“ Leuten genug Spaß 🙂

      Liebe Grüße zu dir!

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  8. Ohja, das mit den pubertierenden Klassengemeinschaften das habe ich in den letzten Jahren bei unserer Tochter erlebt.

    In meiner Schulzeit gab es sicher auch Zickenalarm und es gab auch bestimmte Grüppchen, doch im Großen und Ganzen war der Zusammenhalt doch ganz gut.

    Wir machen immer noch Jahrgangstreffen und ich selbst habe auch die letzten Treffen mit organisiert. Es war eigentlich immer ganz schön, wenn ich beim letzten Treffen auch etwas enttäuscht war, dass von meiner eigenen damaliegen Mädels-Clique nur 2 da waren.

    Ich persönlich denke gerne an meine Schulzeit zurück.

    LG Susanne

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