Winterzeit – Erkältungszeit

Winterzeit – Erkältungszeit

Bazillen, die chillen,
sind mir ein Graus,
sie mähren sich
unendlich lange aus.

Sie pirschen sich ran,
vereinzelt und leise,
vermehren sich still
auf listige Weise.

Dann greifen sie an,
mit voller Gewalt,
toben sich aus,
es wird einem kalt,
alsbald wieder heiß,
ein Hin und ein Her.
Wo habe ich das
nur wieder her?

Die Nase, sie läuft,
der Husten keucht,
die Stimme versagt,
der Körper klagt,
eine Arie in Moll,
des Jammerns voll.

Doch hilft kein Gezeter,
kein Jammern und Klagen,
der Körper will nur
Zeit für sich haben,
um zu gesunden,
sich zu erholen,
Kraft zu tanken,
dem Himmel zu danken,
wenn es vorbei zieht
und er das Leben
mit neuen Augen sieht.

©G. Bessen 2012

*******

Zitterpappel, Espenlaub

Zitterpappel,
hoch und schlank,
mir scheint,
du bist ein wenig krank.

Es weht kein Wind,
die Luft ist lind
und trotzdem
zittern deine Blätter.

Sie schlottern
an den langen Stielen,
sind erkältet.

Wollten spielen
und haben sich
den Stiel verkühlt
beim Blätterrascheln
um die Wette.

Jedes wollte schöner rascheln.
Sie schwitzten stark,
da kam der Wind
und prompt der Husten
dann geschwind.

Sie zittern, zappeln,
räuspern sich und rufen
in den Wind:

Bring uns doch bitte
warme Tücher.
Es schüttelt uns.
Wir schnattern sehr!

Herbstzeit,
schick den Nebel her.

Der füttert uns
mit Hustensaft
und breitet seine dicke Decke
bis in die allerkleinste Ecke.

Er hüllt uns ein
wie warmer Wein.

Wir möchten nicht
erkältet sein.

c/Bruni Kantz

Allen Kranken schnelle und gute Besserung!

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