Schlossgeheimnisse

Als Kind baute ich
Burgen und Schlösser im Sand
und versteckte Träume,
die niemand je fand.
Heut’ suche ich
meine Träume von einst.
Ich gehe von Raum zu Raum,
um nach den Träumen
der Kindheit zu schauen.
Und wenn ich sie finde,
lad’ ich sie ein,
im Schloss meines Herzens
mein Gast zu sein.
Reife und Blüte
wird ihnen geschenkt,
wenn das Licht der Sonne
sie wärmend durchtränkt.
Ob Träume von damals
sich heut’ noch erfüllen?
Geheimnisse können sich
immer enthüllen,
wenn die Zeit gekommen ist
und der Mensch bereit dazu ist.

Schloss Schwerin

© G.B. 27.3.13

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49 Kommentare

  1. *lächel* so, so, Du suchst die Träume von einst und gehst dabei durch die Zimmer? Ich kann es mir sehr gut vorstellen, wie Du da herumschlenderst, nach rechts und links blickst, in den Ecken stöberst und hinter die Gardinen guckst. Denke daran, daß sie manchmal ganz kuriose Verstecke haben und schwer auffindbar sind.
    Gib nicht auf, plötzlich wirst Du einen Klecks auf dem Tischtuch finden und darin findest Du dann den ersten… 🙂
    Schöne und liebe Worte, liebe Anna-Lena, die ich hier bei Dir finde
    Grüße sie von mir bitte sehr herzlich

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  2. da ward die prinzessin in des vaters schloss
    wohl behütet von ihrem – liebevollen tross
    sie blickte hoffnungsvoll zu den sternen
    das leben vor augen, gewillt zu lernen
    das glück zu suchen – unermüdlich
    die jahre vergingen, taten sich gütlich
    nur allzu eilig verflog rasend die zeit
    die unendlich schien, als SIE – wurde gefreit
    nie hätt‘ sie gedacht, das kronen oft rutschen
    sich selbstständig machen, von dannen flutschen
    nun blickt sie zurück, in ihrem herzen die träume
    hoffnungsvoll streift sie durch vergangene räume
    oft lachend, dann traurig, so manche ecke ist schaurig
    es pocht das herz, dass alles gelinge – fordert eine sanfte stimme
    vieles gewonnen, vieles zerronnen,
    gelacht, geliebt, gelebt die wonnen
    was wär noch zu tun, was zu beweisen?
    vielleicht einfach nur – das leben zu preisen
    so sah ich das kind, das auf dem weg war ins leben
    heute stolz zurückblicken auf das geschehen
    spüre die hoffnung in seinem herzen
    es bliebe erhalten das lachen, das scherzen
    es würde noch manch stilles geheimnis enthüllt
    bevor sich das schicksal des lebens erfüllt
    YDu

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  3. Manchmal ist der Traum selbst schon erfüllend, finde ich jedenfalls.
    Ein schönes Gedicht, liebe Anna-Lena. Träumen gehört für mich zum Leben. Schon als Kind war das so und hat sich nie geändert. So lässt sich vieles leichter ertragen.

    Eine frohe Osterzeit wünsche ich dir und deinen Lieben.

    Liebe Grüße von der Waldameise

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  4. Das ist toll, liebe Anna-Lena! Ich konnte mich augenblicklich in diesen Text hineindenken und ich habe manchmal Schwierigkeiten bei Gedichtetem.

    Erst gestern Abend habe ich einen wunderschönen, traurigen Film über verlorene Träume gesehen – Kirschblüten von Dorris Dörrie. Manchmal ist’s zu spät für die Träume.

    Lieben Gruß, Brigitte

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  5. Hast du schon mal überlegt, ob du die Träume von damals überhaupt noch erfüllt haben möchtest? Der Gedanke kam mir beim Lesen eben und er macht mich gerade sehr nachdenklich. Spontan gesagt wäre da vieles, was ich mir als Traum bewahren möchte, nicht aber realisiert haben wollte, heute. Ob Träume an Zeiten gebunden sind? Was meinst du? Ein sehr inspirierender Gedanke.
    Danke dir dafür
    und FROHE OSTERN und viele viele neue (und alte) Träume
    Lieber Gruß
    Elke

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  6. Liebe Anna-Lena, da hast du wieder einmal den Nagel auf den Kopf getroffen. Unsere Träume sollten nicht in Vergessenheit geraten. Sie sind so kostbar. Also sollten wir für sie offen bleiben und ihnen einen kostbaren Platz bieten.
    Danke fürs Erinnern.

    Alles Liebe,

    Emily

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