Der Weg ist das Ziel

Der Weg ist das Ziel.
So sagt man.

Willst du den Weg
oder willst du nur weg
aus dem Leben,
das dir gegeben?
Ein Leben, das
dir so nicht behagt,
das hast du in letzter
Zeit oft beklagt.
Hast du dir
wirklich überlegt,
wohin die letzte Reise geht?
Kein Kompass, kein Navi
können dich führen,
vielleicht findest du nur
verschlossene Türen,
bist einsam in der Dunkelheit,
kein Freund, kein Helfer,
sind weit und breit.
Was ist mit denen,
die auf dem Weg bleiben
und bittere Tränen
um dich weinen?
Nebel
© G.B. 1/13

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44 Kommentare

  1. Bei diesem Wetter kann man wirklich Depressionen bekommen.. Gut das mein Fibromittel mich gleichzeitig damit versorgt und so dunkle Wege sich nicht auf tun.

    Alles Gute!
    … wem auch immer

    Hier schneit es seit dem Nachmittag 😦

    Hab einen schönen Sonntag
    Liebste Grüsse ♥

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  2. Das ist ja wirklich ein sehr, sehr ernstes Thema. Aber ich denke immer, man soll „nach vorne schauen“. Wenn das Leben durch irgendetwas schlimmer ist als der Tod, dann denke ich, dann werden dem Betroffenen alle diese von dir geäußerten Gedanken sicher nicht kommen oder sie sind ihm egal – denn gestorben sind bisher alle unsere Altvorderen und die mit Nahtoderlebnissen haben auch nicht so Schreckliches erzählt.

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      • Wenn du mich fragst, gibt es verschiedene Gründe, aus dem Leben scheiden zu wollen. Können andere mir helfen, dass es mir wieder besser geht – z.B. bei hohen Schulden oder ähnlichem – so sollen sie das tun. Können sie aber nicht helfen, dann sollen sie auch nicht dazwischen reden. Will ich weg, weil ich es vor Schmerzen nicht aushalte, können die mir auch nicht helfen – also sollte ihre Liebe so groß sein, das zu akzeptieren, dass ich weg will.

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          • Einspruch, euer Ehren. Du darfst diese „Liebe“ der Angehörigen nicht mit Egoismus und Selbstliebe und Angst vor dem Alleinsein oder Abschied oder Tod verwechseln. Liebe sollte doch immer das Beste für die betroffene Person einschließen. Glaube mir, ich weiß, wovon ich spreche – ich habe es 1996 erlebt. Für diese über alles geliebte Person war nur noch der Tod der beste Wunsch, alles andere wäre Selbstsucht, Egoismus in Hochkultur gewesen.
            Bei unmittelbaren Angehörigen und liebenden Partnern sollte m.M. nach dieses Maß an Verständnis vorhanden sein.

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            • „Bei unmittelbaren Angehörigen und liebenden Partnern sollte m.M. nach dieses Maß an Verständnis vorhanden sein.“
              Wenn es bei Krankheit keinen Ausweg gibt wünscht man dem anderen irgendwann die Erlösung. Ich habe es bei meinem Vater auch hautnah miterlebt. Ich kann auch Menschen verstehen, die aus dem Leben scheiden, weil es für sie keine Hoffnung mehr gibt und die ständigen Schmerzen sie zu solch einem Schritt treiben. Ich denke, darin sind wir uns auch einig.

              Aber es gibt doch auch viele Menschen, die sich das Leben nehmen und die Angehörigen vor vollendete Tatsachen stellen, oftmals ohne vorher anzukündigen, wie schlecht es ihnen geht. Ich habe es im Bekanntenkreis zwei Mal erlebt und es war ein großer Schock.
              Wenn meine Zeilen uns einfach lehren, die Augen aufzuhalten und ein wenig genauer auf unsere Mitmenschen zu achten, dann haben sie ihren Sinn erfüllt.

              Ich schicke dir schneereiche Grüße zum Sonntagnachmittag 😉 .

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  3. Oh man, da hast du was aufgeworfen.
    Wie viele nehmen sich das Recht, endgültig zu gehen?
    Mehr, als wir uns vorstellen können, vermute ich.
    Oder sind die Gedanken nur dem Wetter gewidmet?
    Das würde mit besser gefallen.
    Weil ich weiß, dass viele unter der sonnenlosen Zeit leiden.
    Aber sie kommt, bestimmt.
    Morgen noch einmal ein brenzliger Tag mit Eisregen und solchen Dingen, die wir nicht brauchen.
    Aber ab Montag ist es warm, leider ist auch Regen angesagt.
    Nun denn, wir müssen es nehmen, wie es kommt.
    liebe Grüße
    deine Bärbel

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  4. Nun lächle ich Dir erst mal zu, liebe Anna-Lena.
    Natürlich gibt es immer wieder Fotos, Situationen, Geschehnisse, die uns erinnern an das, was kommen mag, an die, die wir gerne verändert hätten, an das, was uns auf der Seele liegt, an das, was der Nebel schleierhaft scheinen läßt.
    Hunderttausend Gründe für diese Art von Gedanken und Gedichte!

    Und doch, und ich weiß es aus der eingenen Erfahrung, fließen Dinge aus unserem Leben mit ein, die uns oft gar nicht derart bewußt sind. Wir verarbeiten sie aber nun – durch diese Worte, oder wir machen wenigstens den Versuch der Verarbeitung.

    Liebe Grüße von Bruni zu Dir – ich denke, von Nebel zu Nebel, oder habt Ihr etwa besseres Wetter?

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  5. Wenn die Tage so duster sind, dann kommen einem diese Gedanken. Auch dieses Thema darf ruhig durchgedacht werden, auch wenn es sehr speziell ist. Oder gerade deshalb.

    Für die Angehörigen und Freunde ist das sehr lange ein Schock, und mit Sicherheit viel einprägender als wenn der Angehörige oder Freund „normal“ gegangen wäre. Ist mir aus dem Freundeskreis auch bekannt. Da knabbern heute noch einige daran, das kann man nicht einfach abstreichen.

    Aber, du scheust dich auch nie ein Thema aufzugreifen, und sei es auch unbequem. Dafür möchte ich dir auch mal danken.

    Lieben Gruß, Brigitte

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    • Kein Eisen ist so heiß, dass man es nicht anfassen könnte.

      Und wenn mir so etwas durch den Kopf geht, dann sammele und ordne ich auch meine Gedanken dazu und tausche mich gern mit euch aus.
      Die vielen grauen Tage, die hinter uns liegen, mögen ihren Teil dazu beigetragen haben.

      Ich wünsche dir eine strahlende Woche, liebe Brigitte und schicke dir herzliche Grüße,
      Anna-Lena

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  6. Als ich Hartz-IV-Patientin war, war ich ein paar Mal überaus lebensmüde. Ich malte mir dann jedesmal allen Ernstes aus, wie ich es anstellen würde: Vorher eine Überdosis Schmerz- und Schlaftabletten einnehmen, in die Badewanne, und dort die Pulsadern aufschneiden. Und jedesmal, wenn ich fest dazu entschlossen gewesen bin, es genau so durchzuziehen, tat sich irgendwo eine Tür auf, und ein neuer Hoffnungsschimmer erhellte mein Dasein…

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  7. Liebe Anna-Lena,
    ich war einmal in solch einer Situation. Hatte viele solcher Gedanken, das Wie und Wo und Wann, und wollte es auch einmal wirklich tun. Ich konnte es am Ende aber doch nicht. Damals habe ich eins begriffen: Ich wollte nicht sterben, ich wollte nur nicht mehr das Leben leben, das ich lebte.
    Immer wenn sich solche Gedanken einschleichen, denke ich an diesen einen Tag …

    Liebe Grüße,
    Martina

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