Ein kleines Licht

Vor dem Geschäft
kauert ein Mann
und schaut mich an.
Sein Blick erschreckt mich,
dringt in mein Herz
und plötzlich
fühle ich den Schmerz,
der ihn beherrscht,
sein Leben prägt,
seit er verloren hat,
was andere trägt.
Kein Obdach,
arbeitslos
und ohne Geld,
sucht er für sich
in dieser Welt
ein wenig Licht,
das seine
Dunkelheit erhellt.
Obdachloser
©G.B. 12/12

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20 Kommentare

  1. Ja, so ein Schicksal darf einen nicht unberührt lassen.
    In dieser vorweihnachtlichen Zeit scheint sich die Schere zwischen Arm und Reich, Geborgensein und Verlassenheit noch weiter zu öffnen.
    Das gibt echt zu denken und macht gleichzeitig auch bescheiden und dankbar für das, was man hat, manchmal leider auch ziemlich hilflos den Hilflosen gegenüber…

    Liebe Grüsse in den Dezembertag,
    Brigitte

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  2. Mich berühren solche Dinge auch ungemein. Ist es nicht schlimm, dass es in einem solch reichen Land wie Deutschland solche Zustände herrschen, die noch nicht mal Einzelfälle sind? Wie reich wir doch alle sind, wird uns erst bei solchen Anblicken bewusst und wir sollten uns mal wieder alle in Demut üben.

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  3. Mir macht es nichts aus, ab und an ein Geldstück zu spenden. Aber, ich schaue mir mit sehr geübtem Blick die Herrschaften an. Der Blick ist mir noch aus der Pfarrei geläufig. Und – so mancher ist wirklich nicht schuld an seinem Elend.

    Schön, dass du auch an sie denkst!

    Liebe Grüße, Brigitte

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  4. wer sich in dieser Kälte so hinsetzt, sich seinen Mitmenschen in dieser Weise zeigt, dem geht es sauschlecht. Er weiß, daß er Außenseiter ist und wir würden gut daran tun, nicht immer nur zu fragen, ob er verschuldet oder unverschuldet in diese Notlage kam.
    Wir sollten ihn BEachten und nicht VERachten. Denn es kann ganz schnell gehen. Manchmal reicht schon ein Schicksalsschlag u., das Schicksal schlägt schnell.

    Sehr gut, liebe Anna-Lena, daß Du es ansprichst!

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  5. Liebe Anna-Lena,
    mich berührt das auch immer zutiefst. Und dann die Hunde, die immer dabei sind, ich finde das immer ganz besonders schrecklich. Aber seit ich selbst einen Hund habe weiß ich, dass die Tiere einem die Kraft geben, weiterzumachen und nicht aufzugeben.
    Liebe Grüße von Dori

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    • Liebe Dori,

      schön, dich wieder zu lesen. 🙂
      Viele haben einen Hund und die meisten sind wohlerzogen und gut umsorgt. Das zeugt von einem hiohen Verantwortungsbewusstsein und , wie du treffend formuliert hast, von einer Kraftquelle und einem wahren Freund. Viele Menschen sind sicher auch von anderen Menschen enttäuscht und Hunde enttäuschen nicht. Ich habe zwei davon 🙂 .

      Einen lieben Gruß,
      Anna-Lena

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  6. Liebe Anna-Lena,
    ich finde es immer sehr traurig, wenn ich solche Menschen sehe.
    Ich schließe mich da Bruni an. Was spielt es für eine Rolle, ob verschuldet oder unverschuldet. Wer sind wir, dass wir verurteilen. Beide sind in dieser Lage, jeder macht mal Fehler. Mir tun auch die leid, die es sozusagen „verschuldet“ haben, zumal man es ihnen ja auch nicht ansieht. Ich denke, sie haben dadurch viel dazu gelernt und sind genauso zu bedauern, wie die anderen. Und nicht zu vergessen, was wäre, wenn es uns träfe und wir in den Augen anderer „es“ verschuldet hätten …

    Besinnliche Adventsgrüße,
    Martina

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    • Liebe Martina,

      diese Menschen werden leider immer noch pauschal in eine Schublade gesteckt und als Penner abgestempelt und das passt kaum ins glitzernde Bild einer vorweihnachtlich geschmückten Stadt.
      Jeder kann in eine solche Situation kommen.

      Während meines Studiums hatte ich einen Job nebenbei, mit dem ich mein Studium finanziert habe und habe sehr viel mit solchen Menschen zu tun gehabt. Gerade in Nachtdiensten habe ich Schicksale erfahren, die mich berührt haben.

      Daher werden mir diese Menschen immer sehr am Herzen liegen.

      Mit lieben Grüßen
      Anna-Lena

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  7. Ja, dein Gedicht und die Armen machen mich betroffen. Ich schäme mich für unsere Politiker/innen und Regierenden, die Millionen für alles Mögliche und Unmögliche ausgeben, für die Armut aber kein Verständnis haben und kein Geld für wirkliche Lösungen sprechen können oder wollen. Es gäbe sicher solche Ansätze, aber man müsste sie mal machen.
    Ich glaube, die Armen bei uns in der reichen Schweiz werden gesellschaftlich ausgegrenzt. Wir haben mehr und mehr Städte, die das Betteln verboten haben und so die Armut Unsichtbar machen. Die Armut lebt bei uns im Verborgenen. Ich schäme mich.
    Liebe Grüsse nach Berlin. Ernst

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    • Lieber Ernst,

      Armut passt auch bei uns nicht ins deutsche Stadtbild, besonders, wenn jetzt alles glittert, glitzert und die Kassen klingeln. Aber es gibt sie, die Obdachlosen, die auf sich aufmerksam machen und in dieser Kälte Hilfe denn je brauchen. Und deshalb müssen wir daran erinnern, auf sie aufmerksam machen.

      Einen lieben Gruß zu dir in die Schweiz,
      Anna-Lena

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